Soest erprobt, wie nachhaltige Entwicklung messbar werden kann

Eine resiliente und nachhaltige Kommunalentwicklung rückt – nicht nur im Kontext der Coronapandemie – immer stärker in den Fokus. Der fortschreitende Klimawandel, der Verlust biologischer Vielfalt oder soziale Ungleichheiten sind weitere zusätzliche Beispiele für sich zuspitzende, ökologische und soziale Herausforderungen. Mit der Erarbeitung eines Nachhaltigkeitsberichts will die Stadt Soest nun über ihre aktuellen Aktivitäten und Fortschritte auf dem Soester Weg zur Klimaneutralen Smart City 2030 berichten, um eine zukunftsfähige und „enkeltaugliche“ Entwicklung weiter voranzutreiben.

Soest ist eine von elf ausgewählten Modellkommunen im Projekt „Global Nachhaltige Kommune NRW“ (GNK NRW), die erstmalig bei der Entwicklung von kommunalen Nachhaltigkeitsberichten begleitet werden. Mit dem Ziel, die Berichterstattung deutschlandweit zu vereinheitlichen, hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) kürzlich einen „Berichtsrahmen nachhaltige Kommune“ (BNK) entwickelt, der auf den Globalen Nachhaltigkeitszielen der UN (SDGs) aufbaut. Die teilnehmenden Kommunen im Projekt werden ihre Berichte mit Hilfe dieses Rahmens erarbeiten. Soest gehört damit deutschlandweit zu den ersten Kommunen, die den neuen Berichtsstandard in der Praxis erproben und im Austausch mit einem starken kommunalen Netzwerk weiterentwickeln.

Der Nachhaltigkeitsbericht wird in Soest als wichtiges Steuerungsinstrument an das neue städtische Zukunftsprogramm – die Strategie für die Klimaneutrale Smart City – angedockt. Mit dem Nachhaltigkeitsbericht wird die Erreichung der Soester Ziele für 2030, die in der Strategie verankert werden, messbar. Insgesamt kann eine solche Nachhaltigkeitsberichterstattung dazu beitragen, dass Kommunen ihre Fortschritte einheitlicher darstellen und voneinander lernen können. Kommunen werden damit noch stärker als bisher Treiber für eine nachhaltige Entwicklung und Bürgerinnen und Bürger können sich leichter über Nachhaltigkeitsaktivitäten vor Ort informieren.

Durchgeführt wird das Projekt von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW); gefördert wird es durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Bildquelle: „Global Nachhaltige Kommune NRW“ (GNK NRW)

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