Soest verabschiedet eine Datenstrategie

Der Spruch, dass Daten das Gold des 21. Jahrhunderts seien, ist fast schon eine Binsenweisheit. Fakt ist, dass Datenmengen rasant zunehmen und zu einem der entscheidenden Rohstoffe für fast alle Lebensbereiche und Wirtschaftszweige geworden sind. Dementsprechend wertvoll sind Daten und große Konzerne betreiben einen enormen Aufwand, um exzellente Daten zu haben.

Um Exzellenz geht es auch in der Anfang Juni verabschiedeten Soester Datenstrategie. Denn nicht nur die Wirtschaft muss sich auf den Bedeutungswandel von Daten einstellen. Auch Kommunen jeder Größe besitzen Daten, erheben Daten und müssen diese täglich nutzen, verändern, bewerten. Aus Sicht vieler Expertinnen und Experten können Kommunen ihre Aufgaben künftig nicht mehr erledigen ohne ein strukturiertes Datenmanagement und eine passende Daten Governance, also die Festlegung von Rollen und Verantwortlichkeiten beim Umgang mit Daten. Entscheidend dafür, ob Kommunen Daten sinnvoll einsetzen können, ist, dass die Daten hochwertig und verlässlich sind. Und dafür sorgen Datenmanagement und Daten Governance.

Dieser Ansicht folgt auch die Stadt Soest und hat in einem mehrmonatigen Prozess, und unterstützt vom Fraunhofer Institut IOSB-INA, erstmals ein Regelwerk erstellt, in dem gemeinsame Ziele und Leitlinien für einen verantwortungsvollen Umgang mit Daten festgehalten sind. Die Datenstrategie beschreibt Anforderungen an das Datenmanagement und die Datenqualität und legt Prozesse und Kompetenzen fest, die die Stadt Soest künftig entwickeln muss.

Konkrete erste Schritte werden die Einrichtung einer Lenkungsgruppe Daten sowie eines zentralen Datenmanagements sein. Die Stelle eines Datenmanagers, der die Umsetzung der Strategie verantworten soll, wurde vor wenigen Tagen bereits ausgeschrieben. Klicken Sie auf den Link, um zur Ausschreibung zu gelangen: www.recruitingapp-5059.de.umantis.com/Vacancies/514/Description/31.

Im Rahmen des Projekts „5 für Südwestfalen“ beteiligt sich die Stadt am Aufbau einer regionalen Datenplattform. Diese ermöglicht die Bereitstellung verschiedenster urbaner Daten in einer organisierten und optimal nutzbaren Form. Damit diese Plattform bestmöglich genutzt werden kann, ist die Datenstrategie unerlässlich. Die Soester Strategie hilft den anderen Partnerkommunen im Projekt dabei, eigene Strategien zu entwickeln.

Die Stadt Soest bekennt sich mit der Datenstrategie auch zu einem ethischen Umgang mit Daten. Digitalisierung soll so gestaltet werden, dass sie der Stärkung des Gemeinwohls dient, unbeabsichtigte negative Folgen der Datennutzung aber verhindert.

Die gesamte Datenstrategie finden Sie unter www.digital-soest.de/news/95-soest-verabschiedet-eine-datenstrategiewww.digital-soest.de

Bildquelle: Gero Sliwa Stadt Soest

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