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Teamfoto vom stadtLABOR-Team

Bildquelle: Judith Sümmermann | Stadt Soest

Menschen vorm stadtLABOR Soest

Bildquelle: Judith Sümmermann | Stadt Soest

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  • Menschen vorm stadtLABOR Soest

Sieben Jahre Smart City – und jetzt?

Erstellt am: 24.09.2026

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlassen wir die Marktstraße 20a. Ein Ort, der in den vergangenen Jahren für uns weit mehr war als einfach nur unser Büro oder ein Veranstaltungsraum. Hier wurde diskutiert, ausprobiert, programmiert, gebastelt, gelacht, manchmal auch verworfen und neu gedacht. Vor allem aber sind hier Menschen zusammengekommen, die Lust hatten, Soest ein kleines Stück mitzugestalten.

Nun geht ein Kapitel zu Ende: Am 31. Oktober 2026 endet nach sieben Jahren die Förderung im Modellprojekt Smart Cities. Und damit heißt es auch für das stadtLABOR: Kisten packen und Abschied nehmen von der Marktstraße.

Was für sieben Jahre!

2019 wurde Soest in das Bundesförderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ aufgenommen. Seitdem ist ziemlich viel passiert. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung, Politik, Schulen und Hochschulen und vielen Netzwerkpartnern haben wir verprobt, wie Digitalisierung dabei helfen kann, Soest lebenswerter, nachhaltiger und zukunftsfähiger zu machen.

Dabei ging es nie nur um Daten und Technik. Viel wichtiger war die Frage: Was brauchen die Menschen in Soest und wie können wir gemeinsam gute Lösungen entwickeln?

Aus dieser Idee sind ganz unterschiedliche Projekte entstanden. Die SoestApp bringt Neuigkeiten, Veranstaltungen und praktische Informationen aus der Stadt auf das Smartphone. Städtische Daten werden über die Urbane Datenplattform sichtbar und besser nutzbar gemacht. Das Mobilitäts-Dashboard visualisiert aktuelle Mobilitätsdaten. Neue digitale Infostelen bringen Informationen auch zu Menschen, die die SoestApp nicht auf dem eigenen Smartphone nutzen. Und mit „mitWIRken in Soest“ ist eine Plattform entstanden, die über aktuelle Projekte informiert und zeigt, wie Bürgerinnen und Bürger sich einbringen und die Entwicklung ihrer Stadt mitgestalten können. Und das sind nur einige Beispiele.

Vor allem aber haben wir gelernt: Eine Smart City entsteht nicht am Schreibtisch. Sie entsteht gemeinsam mit den Menschen, die in ihr leben.

Einmal noch gemeinsam feiern

Bevor wir endgültig die Umzugskisten packen, wollten wir aber nicht einfach still und leise einen Haken hinter sieben Jahre Smart City setzen. Deshalb haben wir am 17. September unser Smart-City-Abschlussfest gefeiert – natürlich dort, wo in den vergangenen Jahren so vieles seinen Anfang genommen hat: rund um das stadtLABOR in der Marktstraße. Noch einmal zusammenkommen, zurückblicken und gemeinsam feiern: Für uns war das der passende Abschluss für sieben Jahre voller Projekte, Ideen und Begegnungen.

Marktstraße 20a: klein, historisch, aber ziemlich oho

Genau dafür stand auch das stadtLABOR.

Mitten in der Soester Altstadt haben wir einen Ort geschaffen, an dem Zukunftsthemen nicht nur besprochen, sondern ganz praktisch ausprobiert werden konnten. Ob Klimaforum, Digitale Fragestunde, Ferienangebote für Kinder und Jugendliche, Workshops, Programmierangebote, After Work Austausche oder einfach ein spontanes Gespräch an der Tür – die Marktstraße 20a war unser Ort zum Mitnehmen, Mitdenken und Mitmachen.

Viele Ideen, Kontakte und Projekte sind hier entstanden. Manche haben funktioniert, andere mussten angepasst werden und einige sind vielleicht auch mal gescheitert. Aber genau das gehörte dazu. Denn Smart City bedeutete für uns immer auch: ausprobieren, dazulernen und es beim nächsten Mal besser machen.

Deshalb fällt uns der Abschied von der Marktstraße durchaus ein bisschen schwer.

Aber: Das stadtLABOR verschwindet nicht!

Und hier kommt das lachende Auge ins Spiel. Denn wir nehmen nicht nur Erinnerungen und ziemlich viele Umzugskisten mit, sondern vor allem jede Menge Ideen, Erfahrungen und Lust auf das, was als Nächstes kommt.

Das stadtLABOR bekommt im Digitalen Lern- und Arbeitszentrum Soest (DiLAS) eine neue Heimat. Dort soll das weitergehen, was in der Marktstraße begonnen hat: Menschen zusammenbringen, neue Ideen ausprobieren, Wissen teilen und gemeinsam überlegen, wie wir unsere Stadt gestalten wollen.

Auch viele andere Projekte bleiben bestehen. Die SoestApp wird gemeinsam mit Bamberg, Kassel und Wesel weiterentwickelt, die geschaffenen digitalen Infrastrukturen werden weiter genutzt und auch die Anwendungen rund um Daten, Klima und Mobilität bilden eine Grundlage für die kommenden Jahre. Die Smart-City-Strategie mit ihrem Zielhorizont 2030 bleibt weiterhin ein Kompass für die Entwicklung der Stadt.

Das Förderprojekt endet – Smart City in Soest nicht.

Danke fürs mitWIRken!

Wenn wir auf die vergangenen Jahre zurückblicken, bleiben deshalb vor allem die vielen Begegnungen. Menschen, die bei unseren Veranstaltungen vorbeigeschaut haben. Die Ideen eingebracht, Kritik geäußert, Dinge getestet oder einfach neugierig gefragt haben: „Ich laufe immer bei euch vorbei, was macht ihr da eigentlich?“

Genau davon hat das Projekt gelebt.

Deshalb möchten wir zum Abschluss vor allem eines sagen: Danke! An alle, die mitgedacht, mitdiskutiert, mitgemacht und manchmal auch einfach mit uns ausprobiert haben.

Unser Leitsatz der vergangenen Jahre lautete: „Smart ist, was man daraus macht.“ Und daran ändert auch das Ende der Förderung nichts.

Also: Tschüss Marktstraße 20a. Danke für die schöne Zeit.

Und auf zu neuen Ideen im DiLAS!

Euer Smart-City-Team und stadtLABOR-Team
Sophie, Leonie, Elisabeth und Helge