Ein Abend zu Social Media
Erstellt am: 26.03.2026
Sie sind allgegenwärtig und aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken und trotz vieler Vorteile haben sie große Schattenseiten, die oft nicht beleuchtet werden. Zusammen mit Dr. Astrid Schlüter haben wir uns beim After Work Austausch den dunklen Facetten gängiger Plattformen gewidmet. Ein Rückblick.
Soziale Medien sind im letzten Jahrzehnt zu einem wichtigen weltumspannenden Phänomen geworden und haben einen enormen sozialen, aber auch kommerziellen Wert. Letzterer überwiegt oft für die Plattformbetreiber und so sind viele Mechanismen verbaut, die die User so lange wie möglich fesseln sollen.
Damit geht einher, dass man sie häufig mehr nutzt, als man eigentlich möchte, was negative Folgen haben kann und schwer wegzukriegende Gewohnheiten fördern kann. Wie man diese einerseits erkennt und was man tun kann, um sich davon frei zu machen, war Gegenstand unseres After Work Austauschs am 11. März 2026.
Ein Blick hinter die Kulisse
Unsere Referentin war Dr. Astrid Schlüter vom Kreisgesundheitsamt Soest. Als Master-Psychologin ist sie dort für den Bereich seelische Gesundheit zuständig und damit bewandert in den tiefgreifenden psychologischen Mechanismen, denen sich soziale Medien bedienen.
Fokus ihres Vortrages und der anschließenden Diskussion war die Frage, wie wir einen gesunden Umgang mit Social Media finden und erkennen können, wann sie uns guttun und wann nicht. Denn sie sind wie ein Glücksspielautomat, sie halten uns bei der Stange und geben uns immer gerade so viel Belohnung, dass wir an der Stange bleiben. Diese Mechanismen, die auf verschiedenen Ebenen tief in die gängigen Plattformen integriert sind, sorgen dafür, dass die meisten von uns viel mehr Zeit damit verbringen, als wir eigentlich wollen – oder gut für uns ist.
Erfahrungen und Lösungen
Spannend war die Diskussion zum Vortrag und die Frage, wieviel Selbstregulation – eines der wenigen wirklich guten Gegenmittel – wir tatsächlich aufbringen können und wie diese immer wieder von den Plattformen untergraben wird. Die persönlichen Erfahrungen, die im Publikum diskutiert wurden reichten vom Setzen von Zeitlimits setzen bis hin zu totaler Abstinenz.
Astrid Schlüter empfiehlt dabei, ein gesundes Maß zu finden, das für einen persönlich passt. Was aber immer hilft: Handy weglegen und etwas anderes tun. Denn das beste Mittel gegen den Bann sozialer Medien ist es, Selbstwirksamkeit in der echten Welt zu erfahren.
Für alle Neugierigen gibt es den Vortrag auch auf unserem YouTube-Kanal.
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