5 für Südwestfalen auf der Smart Country Convention: Sieben Jahre Innovation im Rückblick
Erstellt am: 29.10.2026
Am 31. Oktober 2026 endet das Soester Smart-City-Förderprojekt. Sieben Jahre lang haben wir Ideen entwickelt, neue Wege ausprobiert und gemeinsam daran gearbeitet, Soest digitaler, nachhaltiger und lebenswerter zu machen. Zum Abschluss ging es für das Projektteam noch einmal nach Berlin: Auf der Smart Country Convention präsentierten wir gemeinsam mit den anderen Partnern von „5 für Südwestfalen“, was in den vergangenen Jahren entstanden ist und wie digitale Lösungen die Zukunft unserer Städte und Gemeinden mitgestalten können.
Nun geht ein Kapitel zu Ende: Am 31. Oktober 2026 endet nach sieben Jahren die Förderung im Modellprojekt Smart Cities. Und damit heißt es auch für das stadtLABOR: Kisten packen und Abschied nehmen von der Marktstraße.
Von der Vision zu konkreten Projekten
Was macht eine Stadt eigentlich smart? Für Soest stand von Anfang an fest: Es geht nicht allein um digitale Technik, sondern darum, sie sinnvoll für die Menschen vor Ort einzusetzen. Seit 2019 wurde deshalb gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Verwaltung, Wissenschaft und regionalen Partnern an der Vision einer klimaneutralen Smart City Soest gearbeitet. Die 2021 entwickelte Strategie gibt dafür die Richtung vor: Soest soll bis 2030 digital vernetzt, nachhaltig und klimaneutral werden. Aus dieser Vision sind zahlreiche konkrete Projekte hervorgegangen. Die SoestApp bündelt Informationen und Angebote rund um die Stadt. Die urbane Datenplattform macht städtische Daten nutzbar, während das Mobilitäts-Dashboard Entwicklungen im Auto-, Rad- und Fußverkehr sichtbar macht. Mit dem Urban Climate Twin wurden außerdem Grundlagen geschaffen, um Klimadaten besser auszuwerten und für die Klimaanpassung zu nutzen. Und im stadtLABOR konnten Menschen zusammenkommen, Ideen einbringen und die Stadtentwicklung aktiv mitgestalten. Die Projekte zeigen, wie vielfältig Smart City sein kann: von digitalen Anwendungen im Alltag bis hin zu neuen Formen der Zusammenarbeit.
Gemeinsam mehr erreichen: Smart City auf der großen Bühne
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts war von Beginn an die Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinweg. Gemeinsam mit Arnsberg, Bad Berleburg, Menden und Olpe sowie der Südwestfalen Agentur hat Soest im Modellprojekt „5 für Südwestfalen“ digitale Lösungen für die Region entwickelt und erprobt. Die Erfahrungen sollten nicht in einer einzelnen Kommune bleiben, sondern auch anderen Städten und Gemeinden zugutekommen. Auf der Smart Country Convention in Berlin, die vom 13. bis 15. Oktober 2026 stattfand, präsentierten die Partner ihre Projekte und tauschten sich mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen, Verwaltung und weiteren Organisationen aus. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie digitale Lösungen den Alltag vor Ort verbessern und wie Kommunen voneinander lernen können. Für das Soester Team war der gemeinsame Messeauftritt ein passender Abschluss: Er machte deutlich, was in sieben Jahren entstanden ist und wie wertvoll es ist, Wissen zu teilen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.
Das Förderprojekt endet, die Zukunft geht weiter
Mit dem Ende der Förderung am 31. Oktober ist die Entwicklung zur Smart City Soest nicht abgeschlossen. Die Strategie mit dem Zieljahr 2030 bleibt ein wichtiger Orientierungspunkt für die weitere Stadtentwicklung. Auch zentrale Ergebnisse des Projekts werden weiter genutzt: Die SoestApp wird gemeinsam mit anderen Städten weiterentwickelt, digitale Infrastrukturen bleiben bestehen und die gewonnenen Erfahrungen fließen in zukünftige Vorhaben ein. Besonders wichtig ist dabei die Erkenntnis, dass eine zukunftsfähige Stadt nicht allein durch Technik entsteht. Sie lebt von Menschen, die Ideen teilen, Neues ausprobieren und Veränderungen gemeinsam gestalten. Sieben Jahre Smart City haben dafür wichtige Grundlagen geschaffen. Nun gilt es, darauf aufzubauen und den Weg zu einer klimaneutralen, vernetzten und lebenswerten Stadt weiterzugehen. Denn: Smart ist, was man daraus macht.

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