Die SoestApp zieht in andere Städte
Erstellt am: 26.02.2026
Unsere City App zieht inzwischen Kreise weit über die Grenzen von Soest hinaus; auch in Hessen und Bayern ist man neugierig geworden und so freuen wir uns, dass die Entwicklungspartnerschaft mit den Städten Kassel und Bamberg mittlerweile offiziell ist und die ersten Kooperationen anstehen.
Einer der Auslöser für den Kontakt zwischen den Kommunen war eine Veröffentlichung des BBSR (Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung), in der verschiedene Smart City Apps aus Deutschland verglichen wurden. Die SoestApp hat dabei gut abgeschnitten, was für mehr Augenmerk auf die hiesige Lösung gesorgt hat.
Die Kooperation haben Bamberg, Kassel und Soest Ende letzten Jahres in einer Absichtserklärung festgehalten und seitdem stehen wir in engem Austausch mit den dortigen Projektteams, um die Kooperation und Weiterentwicklung gemeinschaftlich voranzubringen.
Gemeinsame Sache, geteilte Kosten, gelebte Transparenz
Die Idee einer Entwicklungspartnerschaft ist simpel: Mehrere Kommunen tun sich zusammen, um ein gemeinsames Produkt zu entwickeln, das von allen individuell genutzt werden kann. Wenn eine Kommune das Produkt weiterentwickelt, können diese Neurungen auch von den anderen genutzt werden.
Soest ist hier mit der Entwicklung der eigenen App in Vorleistung gegangen, aber es war von Projektbeginn an erklärtes Ziel, dass die App auch von anderen genutzt werden kann. Daher wurde von Anfang an darauf geachtet, dass das Projekt von vorne bis hinten den Open-Source-Standards entspricht, was bedeutet, dass der Code veröffentlicht und damit frei zugänglich ist, in unserem Fall auf Open Code. Dazu gehört einerseits eine Lizenzierung, hier die European Union Public License (EUPL 1.2), die die Nachnutzung regelt und dafür sorgt, dass die Software nicht einfach proprietär weiterentwickelt werden darf. Andererseits ist eine klare Dokumentation des Codes nötig, weshalb wir in dem Projekt auf den Standard arc42 setzen.
Aufgestellt für die Zukunft
Mit der Kooperation zwischen den Kommunen geht zudem einher, dass die SoestApp auch nach Ende der Förderung (Oktober 2026) weiterentwickelt werden kann und soll. Das initiale Verständnis als ‘lebendes Projekt’, dass sich am Feedback der User orientiert, besteht auch weiterhin und da, wo Soest in Vorleistung gegangen ist, übernehmen Bamberg und Kassel perspektivisch den Staffelstab; ihre Weiterentwicklungen der App bedeuten für Soest, dass Verbesserungen und neue Features zu einem Bruchteil des Entwicklungspreises adaptiert werden können. Somit ist nicht nur der Betrieb, sondern auch die Weiterentwicklung auch außerhalb der MPSC-Förderung möglich.
Bamberg entwickelt bspw. im Rahmen ihrer Adaption auch eine Version der App, die auf Stelen im Stadtraum genutzt werden kann, aber auf die gleichen Informationen zugreift; d. h. die App ist nicht nur auf dem Handy oder im Browser abrufbar, sondern kann auch auf Innen- und Außenstelen umfassend genutzt werden. In Kassel, wo die App in Eigenregie adaptiert wird, liegt hingegen ein Fokus auf der Erweiterung der Karte um Layer-Funktionen, mit denen sich z. B. Klimadaten abbilden lassen. Beides Aspekte, die auch für Soest interessant sind.
SoestApp goes Urbo
Das wachsende Ökosystem der SoestApp, also die Web und Mobile App, das Content Management System sowie die Erweiterung um die Stelen-Software wird durch die Partnerschaft unter dem neutralen Namen ‘Urbo’ weitergeführt, was ‘Stadt’ auf Esperanto bedeutet. Das hat einerseits den Vorteil, in der Landschaft der gängigen Smart City Apps eine Eigenständigkeit zu wahren und andererseits, dass nicht immer von der Soest/Bamberg/KasselApp gesprochen werden muss. Geplant ist unter anderem, die Entwicklungen der App und der Partnerschaft auf einer Website darzustellen und eine White-Lable-Version der App bereitzustellen, die mit eigenem Design von Kommunen bestückt werden kann. Wir sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen und freuen uns über die Kooperationen mit den anderen Städten.
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